Orgel

Mit dem Bau der Kirche 1677 wurde eine gebrauchte Orgel angeschafft. Aus dem Jahre 1854 wird aber berichtet, dass die Orgel "seit Jahr und Tag nicht mehr geht". So wurde die heutige Orgel 1860-1861 durch den Orgelbaumeister Christian Friedrich Göthel in Borstendorf gebaut. Am 31. Juli 1861 erfolgte die Weihe.

Die Orgel bestand aus 24 Registern auf zwei Manualen und Pedal. Göthel baute seine Orgelwerke betont konservativ, und er stand deshalb mehr als mancher Zeitgenosse in der Nachfolge seines großen Vorbildes Gottfried Silbermann.

Im Jahre 1935 baute die Firma Schuster aus Zittau das mechanische Instrument auf elektropneumatische Traktur um. Gleichzeitig wurden Spielhilfen, drei Vorbereitungen, Walze und Schweller eingeführt.

Die Orgel wurde um 17 Register auf drei Manualen und Pedal erweitert. Damit ging der spezifische Klangcharakter der Göthel-Orgel verloren und nach ca. 60 Jahren stellten sich zahlreiche Störungen in der Elektrik ein. Nachdem sich 1992 ein "Förderverein zur Rekonstruktion der historischen Göthel-Orgel" gegründet hatte, konnte die Orgel in den historischen Bestand von 1861 kompromisslos rekonstruiert werden. Die Wiederweihe fand am 23. Juni 1996 statt. Seitdem gehört die drittgrößte erhaltene Göthel-Orgel zu den wertvollsten und klangschönsten Instrumenten des oberen Erzgebirges.