Barockaltar

Den Barockaltar schuf Meister Andreas Petzold aus Schneeberg. Meister Petzold war in Ungarn ansässig, wurde von dort aber aufgrund seines Glaubens vertrieben. Der Altar ist vollständig aus Holz gearbeitet und misst 6,3 m in der Breite und 9 m in der Höhe.

Im unteren Mittelfeld ist die Anbetung des Christkindes durch die drei Weisen dargestellt.

Links neben der Säule steht der Vertreter des Alten Testamentes Moses mit den Gesetztafeln. Rechts ist Johannes der Täufer mit einem die Siegesfahne tragenden Lamm als Vertreter des Neuen Testamentes zu sehen. 

Oberhalb der Gesimse sind die Symbole der Evangelisten des Neuen Testamentes angebracht: Markus (Löwe), Matthäus (Engel), Lukas (Stier) und Johannes (Adler). 

Auf dem Gesimse links steht Jesus mit Dornenkrone an der Martersäule. Rechts steht der Auferstandene mit der Strahlenkrone.

Das Mittelfeld oben beherrscht der auferstandene und auffahrende Christus. Auf dem Spruchband davor steht in Latein "Ehre sei Gott in der Höhe". 

Flankiert werden diese Figuren durch Engeln, welche Marterwerkzeuge halten. Über allem steht im Strahlenschild der hebräische Gottesname Jahwe. Die Girlanden mit den Blättern, Blumen und Früchten sind als Zeichen für das Leben zu sehen. Eine Besonderheit des Altars ist, dass das Kruzifix (Christus am Kreuz) nicht Bestandteil des eigentlichen Altars ist,

sondern rechts und links an der Wand einen Platz gefunden hat. Somit bildet nicht der Tod, sondern der auferstandene mit Siegesfahne den Mittelpunkt.

Der Altar wurde der Kirche 1676 durch Hr. Hofrat Dr. Andreas Meyer aus Dresden und dessen Bruder Hr. Christian Meyer gestiftet. Der Altar war in seiner ursprünglichen Ausführung sehr farbenfroh gestaltet. Mit der Kirchenrenovierung von 1860 erfolgte die Umgestaltung in ein nüchternes Weiß und Gold. 

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